Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Daniel Reichhart – Digitaler Mitarbeiter
Parzhofstraße 14, 4040 Linz · · www.digitalma.at
Version 2.0 – Stand: März 2026
§ 1 Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für sämtliche Leistungen von Daniel Reichhart – Digitaler Mitarbeiter, insbesondere für:
- Webseiten / Webdesign
- Software („Digitale Mitarbeiter")
- Web-Apps / SaaS
- Automatisierung
- Wartung / Betreuung
Die AGB richten sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des UGB. Verbraucher im Sinne des KSchG sind von der Nutzung ausgeschlossen.
§ 2 Vertragsabschluss
Diese AGB werden dem Auftraggeber vor Vertragsabschluss in zumutbarer Weise zur Kenntnis gebracht (Aushändigung, Verlinkung im Angebot, Verlinkung im Bestellprozess) und gelten gemäß § 864a ABGB nur dann als vereinbart, wenn der Auftraggeber sie ausdrücklich akzeptiert.
Ein Vertrag kommt insbesondere durch eine der folgenden Annahmehandlungen zustande:
- schriftliche oder elektronische Annahme eines Angebots, in dem auf diese AGB verwiesen wird,
- schriftliche Beauftragung mit ausdrücklicher Bezugnahme auf diese AGB,
- Abschluss eines Stripe-Abonnements unter ausdrücklicher Bestätigung der AGB im Checkout-Prozess (Checkbox „Ich akzeptiere die AGB"),
- oder eine sonstige ausdrückliche elektronische Annahmeerklärung.
Eine bloße faktische Nutzung der Leistungen ersetzt die ausdrückliche Annahme der AGB nicht. Ungewöhnliche oder nachteilige Klauseln im Sinne des § 864a ABGB werden nur Vertragsbestandteil, wenn auf sie gesondert hingewiesen wurde.
§ 3 Leistungsumfang
Der Umfang der Leistungen ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot bzw. der Projektbeschreibung. Der Auftragnehmer ist berechtigt, Subunternehmer zur Leistungserbringung einzusetzen.
§ 4 Webseiten (Einmalleistungen)
Webseiten werden individuell nach Vereinbarung erstellt. Der Leistungsumfang ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot. Die Erstellung einer Webseite ist eine Einmalleistung.
Laufende Kosten (z. B. Hosting, Wartung, Betreuung) fallen nur an, wenn diese ausdrücklich und schriftlich vereinbart wurden.
§ 5 Digitale Mitarbeiter / Softwarelösungen
Bei den angebotenen Softwarelösungen handelt es sich um keine Standardsoftware oder Massenprodukte. Jede Lösung wird individuell entwickelt und an die Anforderungen des Auftraggebers angepasst.
Software kann über eigene Server, Cloud-Systeme oder externe Infrastruktur betrieben werden. Der Anbieter ist berechtigt, die zugrunde liegende Infrastruktur anzupassen, sofern die vereinbarte Funktion nicht wesentlich beeinträchtigt wird.
§ 6 Preise und Zahlungsbedingungen
Webseiten
Einmalige Zahlung, fällig innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsstellung.
Software / SaaS
Einmalige Einrichtungsgebühr zuzüglich monatlicher oder jährlicher Abrechnung via Stripe.
Umsatzsteuer
Steuerfrei gemäß § 6 Abs. 1 Z 27 UStG (Kleinunternehmerregelung). Die Umsatzsteuer wird nicht ausgewiesen.
Zahlungsfrist
Zahlung innerhalb von 14 Tagen ab Rechnungseingang ohne Abzug.
Verzug
Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, gesetzliche Verzugszinsen in Höhe von 9,2 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz gemäß § 456 UGB zu verrechnen. Daneben können die notwendigen Kosten zweckentsprechender außergerichtlicher Betreibungs- und Einbringungsmaßnahmen (insbesondere Mahnspesen, Inkasso- und Anwaltskosten) gemäß § 458 UGB geltend gemacht werden, soweit sie in einem angemessenen Verhältnis zur betriebenen Forderung stehen.
§ 7 Kündigung
Laufende Leistungen können monatlich zum Monatsende per E-Mail gekündigt werden.
Nach Vertragsende wird der Zugriff deaktiviert, der Zugang endet und es entstehen keine weiteren laufenden Kosten. Es besteht kein Anspruch auf dauerhaften Weiterbetrieb.
§ 8 Daten und Datensicherung
Die im System gespeicherten Daten bleiben Eigentum des Kunden.
Der Anbieter führt regelmäßige automatisierte Datensicherungen durch, übernimmt jedoch keine Garantie für die vollständige Wiederherstellung. Nach Vertragsende besteht keine Verpflichtung zur weiteren Speicherung.
§ 9 Mitwirkungspflichten
Der Auftraggeber ist verpflichtet, erforderliche Inhalte und Zugangsdaten rechtzeitig bereitzustellen. Verzögerungen durch den Auftraggeber verlängern vereinbarte Fristen entsprechend.
§ 10 Nutzungsrechte
Webseiten (Einmalleistungen)
Mit vollständiger Bezahlung des vereinbarten Werklohns überträgt der Auftragnehmer dem Auftraggeber ein ausschließliches, zeitlich, räumlich und inhaltlich unbeschränktes, übertragbares Nutzungsrecht an den eigens für den Auftraggeber erstellten Webseiten-Inhalten und am individuell entwickelten Code. Der Auftraggeber kann die Webseite damit insbesondere auch zu einem anderen Hosting-Anbieter migrieren oder die Pflege durch einen Dritten fortführen lassen.
Ausgenommen davon sind frei oder kommerziell lizenzierte Komponenten Dritter (z. B. Open-Source-Bibliotheken, Schriften, Stockfotos, Plugins, Frameworks). Für diese gelten die jeweiligen Lizenzbedingungen des Drittanbieters.
Der Auftragnehmer behält sich das Recht vor, die erbrachte Leistung als Referenz zu nennen und Bildschirmfotos sowie eine sachliche Projektbeschreibung im eigenen Portfolio (Webseite, Social Media, Angebote) zu verwenden. Der Auftraggeber kann diesem Referenzrecht jederzeit aus wichtigem Grund schriftlich widersprechen.
Software / Digitale Mitarbeiter (laufende Leistungen)
Bei gehosteten Software-/SaaS-Lösungen erhält der Auftraggeber für die Dauer des aufrechten Vertragsverhältnisses ein nicht ausschließliches, nicht übertragbares Nutzungsrecht an der bereitgestellten Anwendung. Der zugrunde liegende Quellcode, die Architektur und sämtliche Werkzeuge zur Erstellung und zum Betrieb verbleiben beim Auftragnehmer. Eine Übertragung des Quellcodes kann auf Basis einer gesonderten schriftlichen Vereinbarung erfolgen.
§ 11 Verfügbarkeit
Der Auftragnehmer bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit der Systeme, übernimmt jedoch keine Garantie. Ein aktives Monitoring ist implementiert.
§ 12 Haftung
Der Anbieter haftet nach den gesetzlichen Bestimmungen unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit. Diese Haftung kann nach § 879 ABGB nicht wirksam ausgeschlossen werden und bleibt von den nachstehenden Beschränkungen ausdrücklich unberührt.
Im Übrigen – also für Schäden aus leichter Fahrlässigkeit – ist die Haftung wie folgt begrenzt:
- Ersatz wird nur für den typischen, vorhersehbaren Schaden geleistet.
- Ausgeschlossen ist insbesondere der Ersatz von entgangenem Gewinn, mittelbaren Schäden und Folgeschäden.
- Ausgeschlossen ist weiters die Haftung für Datenverlust, soweit dieser nicht durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit des Anbieters verursacht wurde; der Auftraggeber ist verpflichtet, eigene zumutbare Datensicherungsvorkehrungen zu treffen.
- Ausgeschlossen ist die Haftung für Ausfälle von Servern, Cloud-Systemen, Internet- oder Infrastrukturanbietern sowie für Schäden, die durch Drittanbieter (Hosting, Zahlungsdienstleister, etc.) verursacht werden, soweit dem Anbieter kein eigenes Auswahl- oder Überwachungsverschulden zur Last fällt.
Die Haftung des Anbieters für leichte Fahrlässigkeit ist der Höhe nach auf den Nettowert des jeweiligen Auftrags – bei laufenden Leistungen auf das Nettoentgelt der letzten zwölf Monate – begrenzt. Diese betragsmäßige Begrenzung gilt nicht für Vorsatz, grobe Fahrlässigkeit sowie für Personenschäden.
§ 13 Drittanbieter
Für die Leistungserbringung werden Drittanbieter (Hosting, Cloud-Dienste, Zahlungsanbieter) eingesetzt. Diese werden sorgfältig ausgewählt. Für deren Ausfälle wird keine Haftung übernommen.
§ 14 Datenschutz
Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt gemäß DSGVO und DSG. Der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) ist auf der Webseite einsehbar: AVV ansehen.
§ 15 Höhere Gewalt
Für Leistungsstörungen durch höhere Gewalt wird keine Haftung übernommen. Als höhere Gewalt gelten insbesondere:
- Naturkatastrophen
- Strom- oder Internetausfälle
- Serverausfälle auf Infrastrukturebene
- Cyberangriffe
- Behördliche Maßnahmen
Vereinbarte Fristen verlängern sich im Falle höherer Gewalt angemessen. Der Anbieter informiert den Auftraggeber unverzüglich.
§ 16 Änderungen der AGB
Änderungen dieser AGB werden dem Auftraggeber mindestens 30 Tage vor ihrem geplanten Inkrafttreten in Textform (E-Mail) mitgeteilt. Die Mitteilung enthält den geänderten Wortlaut bzw. einen Hinweis darauf, an welcher Stelle die Änderungen abrufbar sind, das Datum des Inkrafttretens sowie einen ausdrücklichen Hinweis auf das Widerspruchsrecht und die Folgen eines Schweigens.
Widerspricht der Auftraggeber den Änderungen nicht innerhalb von 30 Tagen ab Zugang der Mitteilung in Textform, gelten die geänderten AGB ab dem Wirksamkeitsdatum als angenommen. Im Falle eines fristgerechten Widerspruchs ist der Auftraggeber berechtigt, das Vertragsverhältnis außerordentlich zum Wirksamkeitsdatum der Änderung schriftlich zu kündigen; bis zur Wirksamkeit der Kündigung gelten die bisherigen AGB unverändert weiter.
§ 17 Schlussbestimmungen
Es gilt österreichisches Recht. Gerichtsstand ist Linz, Österreich. Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt (salvatorische Klausel).